KI-assistierte Dokumentation in der Pflege: Potenziale und Herausforderungen automatisierter Pflegedokumentation
Die Dokumentation gehört zu den zentralen Aufgaben professioneller Pflege. Sie bildet die Grundlage für die Kommunikation im interprofessionellen Team, unterstützt die Planung und Evaluation von Pflegeinterventionen und erfüllt wichtige rechtliche sowie organisatorische Funktionen. Gleichzeitig wird Dokumentation im Pflegealltag häufig als eine der zeitintensivsten Tätigkeiten wahrgenommen. In vielen Einrichtungen berichten Pflegepersonen, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit für administrative Dokumentationsaufgaben verwendet wird. Internationale Studien zeigen, dass Pflegepersonen je nach Versorgungskontext zwischen 20 und 35 % ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation und administrativen Tätigkeiten verbringen. Dies reduziert die Zeit für direkte Patient:innenbetreuung und kann zu zusätzlicher Arbeitsbelastung führen.
Mit der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens entstehen daher neue Technologien, die Dokumentationsprozesse unterstützen sollen. Besonders im Fokus stehen derzeit KI-basierte Systeme zur automatisierten oder teilautomatisierten Dokumentation. Diese Systeme nutzen Methoden wie Spracherkennung, Natural Language Processing (NLP) und große Sprachmodelle, um Dokumentationsprozesse effizienter zu gestalten.
Für die Pflegeinformatik stellt sich dabei eine zentrale Frage:
Wie können KI-gestützte Technologien so in Dokumentationssysteme integriert werden, dass sie Pflegepersonen tatsächlich entlasten und gleichzeitig die Qualität der Dokumentation verbessern?
